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Dienstag, 17. Oktober 2017

Wäre das Baarer Heimatbuch ein Mensch, würde es sich auf die Pension freuen. 64-jährig ist das Buch mittlerweile, das das Geschehen in Baar dokumentiert und unterdessen selber aus diesem Geschehen nicht mehr wegzudenken ist. Dem Schulalter ist das Heimatbuch also schon lange entwachsen – und trotzdem drückt es in seiner 35. Ausgabe nochmals die Schulbank. «Baar macht Schule» lautet der Titel des neusten Buchs. Und der Name ist Programm: Das Baarer Heimatbuch widmet sich der Bildung.

Baar macht Schule – das kann man auf verschiedene Arten verstehen. Baar macht Schule, indem die Gemeinde Schulhäuser baut. Zum Beispiel vor 100 Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg, das Schulhaus Dorfmatt. Baar macht Schule, indem unsere Gemeinde eine Pionierrolle übernommen hat und als erste im Kanton eine schulergänzende Betreuung eingeführt hat. Baar macht Schule, indem die Schule auf den Hund gekommen ist. Baar macht Schule, indem sich verschiedene private Bildungsanbieter im Dorf etablieren konnten wie die Schule Sonnenberg, die International School, die HMZ Academy und früher die Rudolf- Steiner-Schule und das Internat Walterswil. All diese Institutionen sind Teil dieses Heimatbuchs, quasi Teil des Unterrichtsstoffs. Ein trockenes Schulbuch ist das 35. Baarer Heimatbuch aber nicht, vielmehr ein lebendiges Buch, in dem Menschen zu Wort kommen. Menschen wie Brigit Eriksson-Hotz, Lehrerin und Rektorin der Pädagogischen Hochschule Zug, Menschen wie ältere Baarerinnen und Baarer, die vom Schulalltag vor 50 Jahren berichten, Menschen wie Malermeister Arno Matter, der von den Schwierigkeiten bei der Lehrlingssuche erzählt.

Der Mensch lernt nie aus, sagt man. Und lebenslanges Lernen gilt heute als Muss, um im Berufsleben bestehen zu können. Ich bin sicher, dass auch Sie, liebe Leserinnen und Leser, aus diesem Buch etwas lernen können, dass Sie da oder dort überrascht werden. Ich hoffe aber auch, dass die Lektüre dieses Heimatbuchs Ihnen viel Vergnügen bereitet. Denn schliesslich soll Lernen auch Spass machen.

Erwarten Sie von diesem Buch aber nicht, dass Sie alles über Bildung in Baar erfahren. Auf Vollständigkeit kann das Baarer Heimatbuch wie wohl jedes andere Buch auch keinen Anspruch erheben. Die Kunst, ein Heimatbuch zu machen, besteht auch darin, vieles, das spannend gewesen wäre, wegzulassen.

Bevor Sie mit der Lektüre starten können, ist es Zeit, Danke zu sagen. Ein grosser Dank gebührt Barbara Häseli, Stefan Doppmann, Klaus Hengstler und Andy Busslinger, die in der Heimatbuch-Redaktion mitgewirkt und dieses Buch erst möglich gemacht haben. Der Dank richtet sich auch an alle Autorinnen und Autoren, die einen Beitrag für das 35. Baarer Heimatbuch verfasst haben. Ein grosses Baar macht Schule Ein Vorwort 6 | 7 Kompliment geht an den Baarer Fotografen Christian Herbert Hildebrand, der in seinem Fotoessay einen eigenen Blick auf das Thema Bildung wirft. Ein grosses Dankeschön gebührt der Firma Kalt Medien AG in Zug, die das Heimatbuch gelayoutet, gestaltet und gedruckt hat. Zum Gelingen beigetragen hat zudem der Vorstand des Vereins Heimatbuch Baar unter Präsident Heinz Merz. Ein grosser Dank geht nicht zuletzt an alle Sponsoren und Gönner, ohne die das Baarer Heimatbuch nicht finanzierbar wäre.

Und das letzte Dankeschön haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, sich verdient. Nun wünsche ich Ihnen viel Vergnügen bei der Lektüre des 35. Baarer Heimatbuchs.

Silvan Meier, Redaktionsleiter